Renovierung der Burg

Die Burg von Ljubljana wandelte sich durch die Jahrhunderte, gewiss aber ist und bleibt sie das Symbol der slowenischen Hauptstadt.

Die Burg von Ljubljana mit dem Burghügel ist heute ein interessanter touristischer Punkt für Besucher aus dem In- und Ausland sowie ein beliebter Spazierort der Stadtbewohner. Jährlich zählt die Burg über eine Million Besucher.

Die Burg von Ljubljana gilt als kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Hauptstadt, wo das ganze Jahr hindurch zahlreiche Kultur- und Kunstprogramme, protokollarische und gesellschaftliche Treffen sowie andere Veranstaltungen stattfinden.  Vom Aussichtsturm bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. Die Besucher können die Virtuelle Burg besuchen sowie mehrere Dauerausstellungen (Slowenische Geschichte, Zuchthaus, Puppentheatermuseum, i-Ljubljana, Burgwaffen) und andere Burgräume besichtigen, die verschiedene Inhalte bieten. In der Burg befinden sich das Burgcafé (Grajska kavarna), das Restaurant Gostilna Na gradu (Burggasthaus), Strelec Restaurant und die Burg-Vinothek Strelec.

Die Renovierungsarbeiten erfolgen nach Plänen des Architekturbüros Ambient (Edo Ravnikar jun., Miha Kerin und Majda Kregar). Die kontinuierlichen archäologischen Ausgrabungen werden vom Archäologen des Stadtmuseums Ljubljana Martin Horvat geleitet.

Nach Einschätzung des Planungsbüros wurde die Burgrenovierung einschließlich statischer Sanierung bisher zu mehr als 80 % vollendet.  

Bisher erfolgte Renovierungsarbeiten:

  • Der gesamte Burgkomplex ist konservatorisch bearbeitet. Gemäß den Richtlinien wurden einige Anbauten aus der Zeit, in der die Burg als Zuchthaus diente, abgerissen und es wurden Zuschüttungen inner- und außerhalb der Burgmauer entfernt.
  • Die statische Sanierung aller Trakte ist weitgehend vollendet, die Dächer wurden umfassend renoviert. Parallel zu diesen Baumaßnahmen wurde unter dem Niveau des Burghofs ein unauffälliger Servicebereich für interne Versorgung- und Supporttätigkeiten gebaut, mit denen alle jetzigen und künftigen Aktivitäten in der Burg ermöglicht werden.
  • Außerhalb der Burg wurden ein Wasserspeicher und eine Energieversorgungsanlage eingerichtet, die für den Betrieb der Burg notwendig sind. Die fertiggestellten Bauten in der Burg sind vorwiegend beheizt und klimatisiert, außer ein kleiner Teil an der Außenseite der Burgmauer bei der Bastei, wo noch archäologische Untersuchungen verlaufen.
  • Der Eingangstrakt mit Gastronomieräumen sowie der Weiße und der Blaue Saal werden seit längerem auch für Trauungszeremonien verwendet. Schon lange kann man auch auf den Aussichtsturm mit Blick auf fast halb Slowenien und einem herrlichen Panorama der Stadt steigen. Im Fünfeckigen Turm und in der Galerie "S" unterhalb des Burghofniveaus werden vor allem Ausstellungen veranstaltet. Für sakrale Zwecke und Künste wird die Burgkapelle St. Georg aus dem 15. Jahrhundert genutzt.
  • Der Trakt neben der Burgkapelle und dem Aussichtsturm ist vollständig fertiggestellt und dient als Verbindung zu den übrigen Trakten; im Obergeschoss befindet sich die "Virtuelle Burg".
  • Der vollständig renovierte Burghof dient als interessanter Veranstaltungsort und Platz für Spaziergänger. Ein Meilenstein im Jahr 2000 war die Fertigstellung der Renovierung auf der mittleren Etage des Traktes mit dem Ständesaal, der in den letzten Jahren als einer der zentralen Mehrzweck-Veranstaltungsräume dient.

Renovierung nach dem Jahr 2000

Die Stadtgemeinde Ljubljana vertraute die Burg von Ljubljana ab Ende des Jahres 1999 der Öffentlichen Anstalt "Festival Ljubljana" zur Verwaltung an. Diese sorgte bis zum Jahresende 2010 für verschiedene Programme sowie für die Pflege, Instandhaltung und weitere Renovierung. Zum Jahresende 2010 bestätigte der Stadtrat die Gründung der selbstständigen Öffentlichen Anstalt "Burg von Ljubljana".

Im Jahre 2000 wurde der Ständesaal fertiggestellt, wodurch die Voraussetzungen für den Beginn wichtiger kultureller und gesellschaftlicher Events in der Burg von Ljubljana geschaffen wurden.

Am 9. Mai 2001 wurde das Virtuelle Museum eröffnet, ein Geschenk des Tabakunternehmens Tobačna Ljubljana anlässlich seines 130. Jubiläums (im März 2012 wurde das Museum im Rahmen seiner Renovierung in "Virtuelle Burg" umbenannt, wobei auch die Multimedia-Projektion über die Geschichte der Burg von Ljubljana ausgewechselt wurde). Dieses erste derartige Museum in Slowenien wurde von folgenden Einrichtungen und Unternehmen konzipiert: Stadtmuseum Ljubljana, RenderSpace, Navidezni interaktivni sistemi (Virtuelle Interaktive Systeme), Kibla, TSE und Pristop. Im selben Jahr wurden die Eingangsbrücke und die Aussichtsterrasse statisch saniert, außerdem wurde das große Burgtor angebracht.

Seit 2002 befinden sich keine Baugerüste mehr in der Burg, die weitere Renovierung erfolgt vollständig aus dem unterirdischen Servicetrakt. Renoviert wurden vor allem der Bereich des künftigen Palas und des Friedrichtsturms samt Garderoben, Sanitärräumen und Verbindungstrakt zum Ständesaal.

Im April 2003 wurde der repräsentative Festsaal (Palas) fertiggestellt, der zusammen mit den neuen Garderoben- und Sanitärräumen sowie einem speziellen Zugang für Behinderte maßgeblich zum besseren Angebot der Burg beiträgt.

In den Jahren 2004 und 2005 wurden die logistischen Probleme des Zugangs und Transports zum Burghügel angegangen, was einen bedeutenden Meilenstein im Rahmen der Burgrenovierung darstellt. Als beste Lösung erwies sich die Standseilbahn mit der unteren Station am Platz Krekov trg und der oberen Station am Rande der Burgmauer. Im Dezember 2006 wurde sie in Betrieb genommen. Die Strecke von der unteren zur oberen Station ist 117,69 m lang, der Höhenunterschied beträgt 69,70 m.

Im Jahr 2007 wurde die Genehmigungsplanung erstellt; die auf dieser Grundlage erteilten Baugenehmigungen ermöglichen die Fortsetzung und Fertigstellung der Renovierung.

Das Jahr 2008 verfolgte die Zukunftsvision zur Belebung des Burghügels und der Burgräume. Im Rahmen der teilweisen Neugestaltung der Umgebung wurde der im 2. Weltkrieg zerstörte Plečnik-Weg auf dem Burghügel erneuert.  Im Bereich der Bastei ist der Weg noch nicht fertiggestellt, was nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen erfolgen soll. Im Oktober begannen die Renovierungsarbeiten an drei Türmen – dem Aussichts-, Friedrichs- und Erasmusturm. Am 3. Dezember, dem "Frohen Tag der Kultur", der alljährlich zum Geburtstag des größten slowenischen Dichters France Prešeren gefeiert wird, wurden erstmals die restaurierten Sgraffiti von Boris Kobe und Marij Pregelj im Schützenturm gezeigt. Mit diesen Sgraffiti aus dem Jahre 1953 waren die Räume des einstigen Bierlokals und Cafés verziert. Erneuert wurden sie vom Restaurationszentrum der Anstalt für den Schutz des Kulturerbes unter Leitung des akademischen Malers Ljubiša Milić. Ende Dezember 2008 wurde ein Vertrag über die Fertigstellung der Renovierung des Traktes J (Raum zwischen der Kapelle und dem Hribar-Saal) unterzeichnet, der die Dauerausstellung "Slowenische Geschichte" aufnehmen sollte. Die Bauarbeiten begannen im Januar 2009, im selben Jahr wurde auch die Renovierung der bereits oben erwähnten drei Türme abgeschlossen.

Im Juni 2010 wurde in allen drei Etagen des Traktes J die Dauerausstellung "Slowenische Geschichte" eröffnet, der teilweise renovierte Felsensaal im Trakt M leuchtete in den Farben des neuen Lounge Club Goodlife auf. Fortgesetzt wurde die Renovierung des Traktes K im Bereich des künftigen Burggasthauses und des Lapidariums KLMT, welches die Bezeichnung "Oberes Lapidarium" erhielt. Im August 2010 wurde das Burggasthaus Gostilna Na Gradu eröffnet.

Im Jahr 2011 wurden die Räume des Traktes J über der Dauerausstellung "Slowenische Geschichte" von der neuen Verwaltung der Burg bezogen; diese wurde am 1.4.2011 zur einer selbstständigen öffentlichen Anstalt umgewandelt. Obwohl die tragenden Baufirmen in Konkurs gingen, gelang die Fertigstellung des Oberen Lapidariums und es wurde mit der Renovierung des Traktes A begonnen. Außerdem wurden die Räume des früheren "Virtuellen Museums" umgebaut und ein neues Programm in der umbenannten "Virtuellen Burg" gestartet.

Das Schlüsselprojekt im Rahmen der Renovierung der Burg von Ljubljana im Jahr 2012 war die Fertigstellung des Traktes A – des Schützenturms, wo sich die Renovierung in allen Etagen des jetzigen Eingangsturms als qualitativ hochwertiges Ergebnis der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen Bauausführenden, Architekten, Restaurateuren und Konservatoren erwies. Dabei wurden auch die Sgraffiti der Autoren Boris Kobe und Marij Pregelj in der Eingangsetage des Turms restauriert. Zum Jahresende 2012 wurde in der höchsten Turmetage das neue Restaurant Strelec (Zum Schützen) eröffnet.

Im Jahr 2012 wurde auch die Renovierung der Einzelzellen des Zuchthauses unter dem Palas fertiggestellt. Dort befindet sich heute die Dauerausstellung "Das Zuchthaus". Außerdem wurde das Blitzableitersystem umfassend erneuert, was bei einem Objekt wie der Burg von Ljubljana kein einfaches Vorhaben ist. Zugleich stellte dieses Jahr auch den Beginn der Renovierung des Traktes K über dem jetzigen Burggasthaus (Gostilna Na Gradu) dar, wo der bedeutendste Mehrzwecksaal (benannt nach Ljubljanas einstigem Bürgermeister Dr. Ivan Hribar) eingerichtet werden soll. Wegen knapper Investitionsmittel wurde das Renovierungsprojekt in mehrere Phasen aufgeteilt; die erste begann im Jahr 2012.

Im selben Jahr wurden auch umfangreiche Planungsunterlagen für die weitere Renovierung und Fertigstellung der Burg, vor allem aber für Projekte zur Anmeldung bei verschiedenen EU-Ausschreibungen erstellt. Als zwei bedeutende diesbezügliche Projekte waren die Energietechnische Gebäudesanierung (für die anspruchsvolle Burganlage wurden die gesamten bauphysikalischen Berechnungen und eine Studie alternativer Energiequellen sowie alle Investitionsunterlagen erstellt) und die Renovierung des Traktes E1 (welche die Fortsetzung der Renovierung der Etage unter dem Ständesaal ermöglichen soll) vorgesehen.  Trotz Erreichung der maximalen Punktezahl blieben die eingereichten Projekte bei beiden Ausschreibungen aus bürokratischen Gründen erfolglos, weshalb im Jahr 2013 eine nur teilweise energietechnische Sanierung (Austausch der Gaskessel und des hydraulischen Abgleichs) und die gesamte Renovierung des Traktes E1 im Rahmen der ordentlichen Investitionen der Stadtgemeinde Ljubljana geplant war.

Das Jahr 2013 brachte einen radikalen Fortschritt bei der Burgrenovierung. So wurden die Renovierung der Etage des Lapidariums ABCM über der Oberen Station der Standseilbahn und die erste Phase der Renovierung des Hribar-Saales abgeschlossen, ebenso auch die Renovierung des Traktes E1 mit Verteidigungs- bzw. Aussichtsgang und die erste Phase der energietechnischen Sanierung mit Erneuerung des Kessels und Ausführung des hydraulischen Abgleichs. Es wurde mit der Renovierung der Trausäle und der Sanitäranlagen im Trakt M begonnen.

Im Jahr 2014 wurde die Renovierung der Trausäle vollendet und der technische Teil des Projektes "Burg von Ljubljana – Puppenmuseum" abgeschlossen. Dieses ausgesprochen multidisziplinäre Projekt beginnt in den Puppendepots des Puppentheaters Ljubljana, gelangt über den "Puppenweg" (vom Platz Krekov trg mit der Standseilbahn zur Burg) zum Trakt D, E in der oberen Etage über dem Ständesaal, wo sich das Puppenmuseum (mit Dauerausstellung, Workshops und Animation) befindet, setzt sich im Trakt S im Bereich des auch für Marionetten bestimmten neuen Burgtheaters fort und findet seinen Abschluss in Begleitprogrammen, die den Besuchern noch zusätzliche Detailinformationen über Puppen offenbaren. Das Projekt wurde von der Europäischen Union mitfinanziert. In der ersten Jahreshälfte 2015 wurden die Puppen und übrigen Inhalte in das Puppenmuseum der Burg gebracht.

Die im Jahr 2015-16 erfolgten Investitionen in die Renovierung und Revitalisierung der Burg umfassten das Eingangspavillon, den Burgladen, die Vinothek, die Galerie S, den Hribar-Saal, die energietechnische Gebäudesanierung und die Erstellung der Planungsunterlagen. Im Jahr 2016 wurde der Burgweingarten angelegt.

Im Jahr 2017 wurde die Renovierung des Hribar-Saals abgeschlossen. Es wurde mit der Renovierung des Raums unter dem Burgcafé begonnen, der für pädagogische Programme vorgesehen ist. Mitte Oktober 2017 nahm der Jazz Club Ljubljanski grad seine Tätigkeit im Felsensaal auf, nachdem hier kleinere Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden.

Zu den wichtigsten Projekten, die im Jahr 2018 ausgeführt wurden, zählen folgende Renovierungsmaßnahmen: Fertigstellung der baulichen Gestaltung der künftigen Vinothek sowie Erneuerung der Räume unter dem Burgcafé; in einem Bereich dieser Räume befindet sich die "Drachenhöhle" (Zmajev brlog), die für vielfältige kreative, pädagogische und Bildungszwecke bestimmt ist, im anderen Bereich befinden sich das moderne Info-Center und der Burg-Shop mit der burgeigenen Marke Friderik. 

Im Jahr 2019 wurden die Arbeiten in den Räumen der Vinothek fertiggestellt, Anfang September 2019 wurde die Terrasse der Burgvinothek eröffnet. Das Burg-Café und die Galerie "S" wurden renoviert, außerdem wurde der Raum des ehemaligen Info Centers im Erasmus-Turm umgestaltet und zeigt seit April 2019 die Dauerausstellung "Burgwaffen".

 

ZUM WOHL! HERZLICH EINGELADEN IN DIE VINOTHEK!

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